Claudia, 19


Claudia Pelzer ist 19 Jahre alt und kommt aus der Gemeinde Schorfheide in Brandenburg. Sie hat ihr Abitur absolviert und will Grundschullehrerin werden. Sie mag Handball, Lesen, Musik und ist als FSJlerin tätig im Jugendclub Judith Auer in Berlin Lichtenberg.

 

1. Warum hast du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?

Ich möchte unbedingt Grundschullehrerin werden und hatte mich um einen Studienplatz beworben. Bis in den September habe ich auf einen positiven Bescheid gewartet. Leider hat es dieses Semester nicht geklappt. Um die Zeit sinnvoll zu überbrücken und abgesichert zu sein, habe ich mich für ein FSJ entschieden. Ich wollte unbedingt in den Kinder- und Jugendbereich. Die AWO war da sehr flexibel, ich konnte noch Anfang Oktober in einem AWO-Jugendclub in Berlin Lichtenberg mein FSJ beginnen.

 

2. Und was machst du dort?

Die Jugendfreizeiteinrichtung, also der Jugendclub, steht Kindern- und Jugendlichen von 6-25 Jahren offen. Mein FSJ-Tag beginnt um 13 Uhr. Ich fange in der Regel mit Büroarbeiten an, erledige anfallende Dinge und kaufe ein. Die ersten Kinder kommen dann nach Schulschluß so zwischen 14 und 15 Uhr. Viele nutzen die Gelegenheit und toben sich erst mal richtig aus, bevor sie in den Computerraum gehen oder basteln. Am Nachmittag habe ich vor allem mit den jüngeren Kindern zu tun, bevor ich ab 19 Uhr für die Jugendlichen da bin.

 

3. Gefällt dir etwas besonders an deinem FSJ?

Die Besonderheit in unserem Jugendclub besteht vor allem darin, dass viele Kinder und Jugendliche mit kurdischer und albanischer Abstammung zu uns kommen. Das bringt schon einige sprachliche und kulturelle Herausforderungen mit sich, die neu für mich waren. Aber das Vertrauen und die Anerkennung mir gegenüber wurden umso größer, je mehr ich mich auf die Jugendlichen eingelassen habe. Das ist schon ein gutes Gefühl, so viel Vertrauen zu genießen.

 

4. Wie findest du die pädagogische Begleitung und die Seminare?

Das ganze FSJ ist sehr gut organisiert und es gibt eine gute Betreuung vor Ort in der Einrichtung und der pädagogischen Begleitung. Auch die Seminare finde ich sehr wichtig. Hier habe ich die Gelegenheit, mich mit Themen, die mich betreffen auseinanderzusetzen und mich mit anderen Jugendlichen auszutauschen.

 

5. Hast du Pläne für die Zukunft?

Das FSJ hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt. Ich möchte unbedingt Grundschullehrerin werden. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mich geärgert hätte, wenn ich die Chance des FSJ nicht genutzt hätte. Das FSJ muss unbedingt weiter angeboten werden.