Marthe, 17


Marthe Schlösser, FSJlerin im Seniorenzentrum Hardtwald bei Karlsuhe

Marthe Schlösser ist 17 Jahre alt und kommt aus der Gegend um Karlsruhe. In dem 2005 neu errichteten AWO Seniorenzentrum Hardtwald bei Karlsruhe absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr. Marthe war bereits vor ihrem FSJ ehrenamtlich tätig und ist über ihr Engagement auch zu ihrer FSJ-Stelle im Seniorenzentrum gekommen.

 

1. Marthe, warum wolltest du ein Freiwilliges Soziales Jahr machen?

Nach der Schule wollte ich auf jeden Fall erst einmal etwas anderes ausprobieren. Gleich wieder die Schulbank zu drücken, das kam für mich nicht in Frage. Da erschien mir die Möglichkeit, ein FSJ zu machen, sehr sinnvoll. Außerdem, war ich ohnehin schon während meiner Schulzeit ehrenamtlich tätig, so dass die Idee, ein FSJ zu machen, nicht so abwegig war.

 

2. Und warum hast du dich gerade für ein FSJ bei der AWO entschieden.

Wichtig war für mich, eine Stelle in der Nähe zu bekommen. Das Seniorenzentrum kannte ich schon durch meine ehrenamtliche Tätigkeit. Ich habe meine Bewerbung abgegeben und es hat auch geklappt mit der Stelle.

 

3. Was machst du in der Einrichtung?

Ich unterstütze das Pflegeteam und bin für die älteren Menschen da. In das Team bin ich voll integriert. Gut finde ich, dass ich eine feste Ansprechpartnerin habe, die mir alles erklärt und an die ich mich wenden kann. Ich arbeite in zwei Schichten in der Früh- und in der Spätschicht. Da ich noch nicht 18 bin, gelten für mich noch die Jugendarbeitsschutzbestimmungen.

 

4. Wie findest du die Begleitseminare?

Die Seminare sind toll. Wir haben gemeinsam viel Spaß. Ich habe eine Menge gelernt, über mich selbst und natürlich auch über die anderen. Gut finde ich, dass es bei den Wahlseminaren die Möglichkeit gibt, unter verschiedenen Themen zu wählen.

 

5. Welche Erfahrungen konntest du bis dahin durch das FSJ machen?

Am Anfang war die Umstellung von Schule auf FSJ nicht so einfach. Aber ich wollte ja etwas Neues machen und mit Unterstützung der Kollegen habe ich mich schnell in meinen neuen Alltag eingefunden. Ich kann auch sagen, dass ich mich persönlich weiter entwickelt habe. Durch meine Arbeit mit den älteren Menschen bin ich viel aufgeschlossener geworden und ich habe Ehrgeiz entwickelt. Ich habe ganz neue Seiten an mir kennengelernt.

 

6. Hast du schon Pläne für die Zukunft?

Ursprünglich wollte ich Mediengestalterin werden, aber jetzt möchte ich im sozialen Bereich bleiben. Ich werde nach meinem FSJ eine Ausbildung als Krankenschwester machen. Insofern war die Zeit auch wichtig für meine berufliche Entscheidung. Jedem, der nach der Schule ersteinmal etwas anderes machen möchte, kann ich ein FSJ nur empfehlen.