Merle, 21


Merle Armbrust ist 21 Jahre alt. Sie wohnt in Berlin Neukölln und leistet ihr Freiwilliges Soziales Jahr in einem Montessori-Kindergarten in Berlin Zehlendorf ab.

 

1. Merle, warum hast du dich für ein FSJ entschieden?

Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Lehrerin werden. Mit der Bewerbung hat es leider nicht auf Anhieb geklappt. So musste ich mich neu orientieren. Auf jeden Fall wollte ich aber etwas im sozialem Bereich und mit Kindern machen. Da bin ich auf das Freiwillige Soziale Jahr bei der AWO gekommen.

 

2. Wie sieht ein typischer Tag von dir in der Kindertagesstätte aus?

Ich arbeite täglich von 8-16 Uhr. Dabei verbringe ich die meiste Zeit in meiner festen Gruppe mit 15 Kindern im Alter von 2,5 bis 5 Jahren. Hier unterstütze ich zwei Erzieherinnen. Ich spiele mit den Kindern und helfe ihnen dabei, selbstständig zu werden. Die Erzieherinnen brauchen mich vor allem zu den Essenszeiten, hier sind besonders viele Hände notwendig. Die Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spaß. Besonders gut finde ich, dass ich von den Kindern auch viel zurückbekomme.

 

3. Was erwartest du von deinem FSJ?

Sehr gut finde ich, dass ich die Gelegenheit habe, noch einmal über meinen Berufswunsch nachzudenken. Durch die Arbeit mit den Kindern in der Einrichtung ist mir klar geworden, dass ich doch Erzieherin werden möchte. Ich weiß nun, was später im Beruf auf mich zu kommt. Und ich lerne auch viel Fachliches z. B. über den Montessori-Ansatz, was ich für meine Ausbildung und meinen Beruf gut gebrauchen kann.

 

4. Wie findest du die Seminare?

Die Seminare sind eine gute Ergänzung zur Arbeit im Kindergarten, gleichzeitig sind sie aber auch Ausgleich. Ich kann mich mit anderen FSJlern austauschen und lerne einiges über andere soziale Einsatzbereiche. Insgesamt sind die Seminarthemen sehr spannend und abwechslungsreich.

 

5. Würdest du dein FSJ weiter empfehlen?

Auf jeden Fall. Für mich ist es absolut passend. Ich habe die Gelegenheit, in meinem zukünftigen Berufsfeld tätig zu sein, kann mich mit anderen Jugendlichen austauschen und bin abgesichert. Für alle, die nach der Schule noch nicht hundertprozentig wissen, was sie machen möchten, ist ein FSJ sehr zu empfehlen.